Eltern wünschen sich mehr Beratung

Fünfköpfige Familie auf dem Sofa im Wohnzimmer

Bis zu zwei Drittel aller Eltern in der Schweiz fühlen sich regelmässig überfordert. Mütter und Väter beschäftigen viele Fragen. Pro Juventute gibt Antworten.

von Marianne Affolter / Fritz+Fränzi 1

Gemäss der aktuellen Erhebung «Was beschäftigt Eltern heute» von Pro Juventute wünschen sich Eltern in der Schweiz mehr Beratung und Bestärkung bei der Erziehung. Fragen zur altersgerechten Entwicklung, zum Einfluss von Gleichaltrigen sowie zu Gesundheit, Schule und Kindergarten beschäftigen Erziehende besonders stark. Aber auch zu spezifischen neuen Themen suchen sie vermehrt Rat. Dazu gehören insbesondere Computerspiele, Internet oder Social-Media-Gefässe wie Chat und Facebook. Der wachsende Unterstützungsbedarf zeigt sich auch bei der Beratungsdienstleistung Pro Juventute Beratung + Hilfe 147. Dort rufen immer mehr Eltern an, weil sie Fragen zum Umgang mit ihren Kindern haben.

«Mit dem ersten Kind kommen auf Eltern viele Fragen rund um die Entwicklung, Ernährung, Pflege und Erziehung zu», heisst es beim Berufsverband Schweizerischer Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin. Erhalten Eltern hier keine Unterstützung, kann es zu einer Überbelastung kommen. Insgesamt geben bis zu zwei Drittel aller Eltern an, sich regelmässig überfordert zu fühlen. «Unterstützung und Begleitung für Eltern – und damit auch für ihre Kinder – ist eine zentrale gesellschaftliche Dienstleistung», sagt Pro-Juventute-Stiftungsdirektor Stephan Oetiker.

Unterstützung für Eltern: Elternbriefe

Hier setzen die Pro-Juventute-Elternbriefe ein: Durch sie erhalten Eltern Unterstützung für die Entwicklung, die Erziehung und das Zusammenleben mit ihrem Kind. Die Elternbriefe sind die einzigen regelmässig zugestellten, altersgerechten Informationen für Eltern in der Schweiz und werden an rund 65 000 Familienhaushalte verschickt. Die Informationshefte erscheinen in den Landessprachen und in sieben Migrationssprachen. Damit leisten sie auch einen wichtigen Beitrag für die Integration fremdsprachiger Familien.

«Die Pro-Juventute-Elternbriefe sind eine wichtige Dienstleistung für junge Eltern und ihre Kinder in der Schweiz», sagt Fiona Hefti, Mutter und Miss Schweiz 2004. «Als junge Mutter möchte ich in meinen eigenen Kompetenzen gestärkt werden – die Pro-Juventute-Elternbriefe unterstützen mich dabei.» Die Botschafterin für Pro-Juventute-Elternbriefe unterstützt im Rahmen der schweizweiten Kampagne «Ich bin Pro Juventute» die Dienstleistung für junge Eltern und ihre Kinder.

Viele Gemeinden abonnieren die Informationshefte und geben sie gratis an Eltern ab. Sie finanzieren etwa drei Viertel der Vollkosten. Zur restlichen Deckung ist Pro Juventute auf Spenden angewiesen.

 

Dieser Text von Pro Juventute ist im Elternmagazin «Fritz+Fränzi» erschienen. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages. Bearbeitet und um Titel und Zwischentitel ergänzt durch die Redaktion des Eltern Club Schweiz.

1Kommentare

  • MaP
    sagte am 05.08.2012 um 08:34 h:

    Eltern werden ist nicht schwer Eltern sein dagegen sehr! Wir leben in einer Gesellschaft die einem starken Wandel unterliegt, die Grossfamilie gibt es nicht mehr und so ist es nicht verwunderlich, dass viel Wissen über das Kinder kriegen und erziehem verloren geht. Wenn soll man denn Fragen?Da ist es doch wirklich toll zu wissen wo man Hilfe bekommen kann und nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Danke Pro Juventute!

       

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