Gefahrlos durch die Welt krabbeln

Baby krabbelt herum. Die Eltern schauen zu und freuen sich.

Wenn Kinder aufbrechen, um krabbelnd die Welt zu entdecken, kann es schnell gefährlich werden. Worauf sollten Sie achten, um Unfälle zu vermeiden?

von Redaktion Eltern Club Schweiz 1

Durch die Fähigkeit zu krabbeln werden Kinder beweglicher und unabhängiger. Um möglichen Unfällen vorzubeugen, lohnt es sich darum, die Wohnräume aus der Perspektive des Krabbelkindes zu betrachten.

  • Tischtücher können gefährlich sein, weil sie vom Kind heruntergerissen werden können und dadurch Gegenstände, die auf dem Tisch stehen, herunterfallen – zum Beispiel Gefässe mit heisser Flüssigkeit.

  • Treppen, Schächte, Abgänge usw. müssen gesichert werden, wenn sie das Kind selbständig erreichen kann. Unter Aufsicht sollte dem Kind aber auch die Möglichkeit gegeben werden, den sicheren Umgang mit der Treppe selbst zu lernen.

  • Einige Zimmerpflanzen und Blumen sind giftig. Auskunft darüber können Gärtner, Gartenfachgeschäfte oder entsprechende Fachliteratur geben. Auch bei der Hydrokultur ist Vorsicht geboten: Die Blähtonkügelchen verlocken dazu, in den Mund gesteckt zu werden. Gefährlich ist ebenso gedüngte oder mit Schädlingsbekämpfungsmitteln (Schneckenkörner) behandelte Erde.

  • Bücherregale sind so zu befestigen, dass sie nicht umkippen können.

  • Grundsätzlich sollten alle Steckdosen, die das Kind erreichen kann, mit speziellen Kindersicherungen verschlossen werden. Im Fachgeschäft erhält man kompetente Beratung.

  • Erdnüsse, Knöpfe und ähnliche kleine Dinge sind gefährlich, denn kleine Kinder versuchen oft, Dinge in den Mund, die Ohren oder die Nase zu stecken. Speziell Erdnüsse sind sogar für Kleinkinder bis 5-jährig ungeeignet, da kleine Teile versehentlich in die Luftröhre geraten und in der Lunge stecken bleiben können.

  • Futternäpfe der Haustiere und auch das Katzen-WC werden mit Vorteil ausser Krabbelweite des Kindes platziert (zum Beispiel hinter einem Treppenschutzgitter).

Wo lauert Gefahr?

Die Eltern sollten sich fragen, wo es gefährlich werden könnte, wenn das Kind sich hochzieht oder hochklettert (Balkongeländer, Fenster etc.). Vorbeugende Massnahmen:

  • Kindersichere Sperrvorrichtungen an Fenstern und Balkontüren

  • Geländer und Brüstungen so sichern, dass das Kind sie nicht erklettern kann

Auch draussen ein Auge auf das Kind haben

In der Wohnung sind die Grenzen enger als in der freien Natur – Wiesen, Rasenfläche und Spielplätze bieten Krabbelkindern mehr Freiraum und Bewegungsfreiheit, bergen aber auch andere Gefahren. Daher Krabbelkinder draussen gut im Auge behalten, vor allem auch dann, wenn sich auf dem Areal oder in der Nähe ein Planschbecken, ein Teich, ein Bach oder ein grösseres Gewässer befindet.

 

1Kommentare

  • MaP
    sagte am 28.05.2012 um 20:31 h:

    Als unsereTochter begann zu krabbel , glich unsere Wohnung einer Festung, alles war abgesichert, alles hochgestellt! Wir haben aufgepasst wie wild und doch ist es passiert und wisst Ihr wo -  im Kinderbett! Kinn aufgeschlagen am Gitterbettchen absurd oder? ALso ich glaube man kann, einfach nicht an alles denken!

       

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