Kinder sind unser grösster Reichtum4

Haushaltbudget: Vater zählt Geld zusammen mit Sohn
von Rita Angelone | 08.07.2012

Für die meisten Eltern ist es eine unbestrittene Tatsache, dass Kinder das Leben bereichern, viel Freude bereiten, aber auch Kosten verursachen. Studien über Kinderkosten und Erfahrungen aus dem Familienalltag.

Kinder als Kostenfaktor zu betrachten, finden viele abstossend und unerhört. Wir eigentlich auch. Kinder machen Freude, sind eine Bereicherung und vor allem bedeuten sie unsere Zukunft. In Kinder zu investieren, macht folglich Spass und Sinn. Trotzdem können wir nicht bestreiten, dass unsere Buben neben den unermesslichen Freuden auch nicht unwesentliche Kosten verursachen.

Studien zu Kinderkosten

Es gibt Studien, welche die Kinderkosten auf bis zu durchschnittlich tausend Franken pro Kind schätzen, und zwar pro Monat und dies bis zum zwanzigsten Geburtstag! Rechnen wir diese Zahlen hoch, wären wir noch vor unserer Pensionierung zweifache Millionäre. Wir wollen aber nicht klagen. Glaubt man nämlich den Studien, ist die Altersspanne, in denen sich unsere Buben derzeit bewegen, die kostengünstigste. Zwischen vier und acht Jahren seien Eltern kostentechnisch gesehen aus dem Gröbsten raus: vorbei die Zeit der grossen Anschaffungen, der teuren Windeln, Babypflegeprodukten und Babynahrung.

Strapaziertes Haushaltbudget

Doch unser Haushaltsbudget spricht eine andere Sprache: Die entfallenen Windelkosten wurden längst durch die Anschaffung von Laufrädern, Trottinetts und Velos kompensiert und durch die Miete von Sportausrüstungen, Kosten für Ski- und Fussballschulen oder Kursgelder für Kinderturnen und Schwimmen um ein Mehrfaches übertroffen. Das Geld für Babypflegeprodukte fliesst nun in die Kasse von Sport- und Kleidergeschäften und anstelle von teurer Babynahrung decken wir uns heute alle paar Tage wagenweise mit Lebensmitteln ein und stellen fest, dass der Umschlag unseres Warenvorrates immer rasanter erfolgt.

Es ist ein schwacher Trost, wenn dieselben Studien belegen, dass im Gegenzug zu den steigenden Kinderkosten Ausgaben für beispielsweise Elternbekleidung oder Coiffeurbesuche sinken. Und es ist auch kein Wunder, dass ausgerechnet vor ein paar Tagen ein Gutschein meines Coiffeurs ins Haus geflattert ist: Zwanzig Franken Rabatt gäbe er mir auf meinen nächsten Haarschnitt, wenn ich aus der Versenkung auftauchen und ihm einen Besuch abstatten würde. Es mag ein Tropfen auf den heissen Stein sein, aber ich werde den Gutschein einlösen. Zwanzig Franken sind zwanzig Franken.

 

Ist Ihnen bewusst, wie hoch Ihre Kinderkosten sind? Und welche Ausgaben sind seit der Familiengründung bei Ihnen gesunken?

 

 

Rita Angelone ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern im Alter von vier und sechs Jahren. Sie schreibt jede Woche im Tagblatt der Stadt Zürich über den ganz normalen Wahnsinn ihres Familienalltags und gibt unverblümt zu, dass das Schwangersein viel einfacher war als das Kinderhaben. Rita Angelone führt ihren eigenen Familienblog «Die Angelones» und bloggt regelmässig für den wir eltern-Blog und die Familienplattform familienleben.ch.

 

 

4Kommentare

  • BernardK
    sagte am 09.07.2012 um 10:15 h:

    Richtig Kinder kosten Geld! Was sie aber einem zurück geben über die Jahre ist unbezahlbar!

       
  • CorinnaM
    sagte am 09.07.2012 um 15:34 h:

    1000 Franken pro Monat? unglaublich. Es gibt unzählige Kinderbörsen, Flohmärkte und Rampenverkäufe auf denen ich sehr günstig Spielsachen und sehr gute Kinderkleider bekommen habe für ein paar Franken. Die komplette Kinderzimmerausstattung, Kinderwagen und MaxiCosi waren geschenkt! Es gibt soviele Familien, deren Keller voll ist und die froh sind wenn sie die Sachen abgeben können. Mit etwas Glück kann man unglaublich viel Geld sparen. Noch unbedacht sind die vielen Geschenke!
    Bei Weitem überwiegt das Glück Kinder haben zu können und zu dürfen die finanzielle Seite.

       
  • Bionic Hobbit
    sagte am 09.07.2012 um 16:39 h:

    Ich dachte auch erst, 1000 Franken seien viel... weil wir auch möglichst alles second hand kaufen. Aber da kommt Versicherungsprämie (Gesundheit, Haftpflicht), Selbstbehalt bei Haftpflichtfällen, grössere Wohnung, grösseres Auto (eventuell überhaupt Auto oder 2. Auto), Umzug, mehr Essen dazu, Haushaltshilfe bei uns, teurere Ferien... also ich hab's noch nie ausgerechnet. Wir haben 3 kleine Jungs. Natüüüüüürlich sind die ihr Geld auch wert. Und wenn ich für einen Haufen Geld auch noch ein neues Set Nerven (oder Ersatznerven) kaufen könnte, würde ich das sofort auch tun.

       
  • MaP
    sagte am 15.07.2012 um 08:44 h:

    Soll ich ehrlich sein! Als mein Mann und ich überlegt haben wollen wir Kinder und wenn ja wie viele, da war schnell klar bei der Diskussiun geht es auch darum wieviel Kinder können wir uns leisten. Heute haben wir zwei Kinder und wenn ich sehe was alleine ein Krippenplatz kostet und wie gross da die qualitativen Unterschiede sind, dann frage ich mich schon können wir uns das alles leisten?

    Nur eins weiss ich sicher, ein Lachen meiner Kinder am Morgen ist unbezahlbar......! Kinder kosten das stimmt aber sie geben auch sooooooo viel zurück!

       

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